Rosen düngen: 13 Hausmittel für gesunde Rosen (ohne Chemie)

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Blumen brauchen Nährstoffe. Gesunde Rosen sehen gut aus und sind weniger anfällig für Krankheiten. Deshalb solltest du deine Rosen düngen.
Was es dabei zu beachten gibt erfährst du in diesem Beitrag.

Wann du Rosen düngen sollst

Rosen sind ausgesprochene Starkzehrer und benötigen viele Nährstoffe in der richtigen Zusammensetzung. So wird z.B. mit einer stickstoffbetonten Düngung lediglich das Wachstum, nicht aber die Ausbildung von Blüten angeregt.  Eine regelmäßige und ausgewogene Düngung mit richtigem Dünger ist wichtig für die Rosen.
Im Normalfall solltest du im Frühjahr düngen (vor dem Laubaustrieb).
Anfang April kannst du zusätzlich Kompost rund um die Pflanzen verteilen (ist ein organischer Dünger).
Während mineralische Dünger die Nährstoffe sofort an die Pflanzen weitergeben und daher schneller eine Überdüngung droht, geben organische (wie zum Beispiel Kompost) die ihren viel langsamer im Zuge des Verrottungsprozesses an die Pflanze ab. Die Gefahr einer Überdüngung ist somit viel geringer. Allerdings stehen die Nährstoffe der Rose auch nicht sofort zur Verfügung.
Im Mai/Juni solltest du  für eine optimale Düngewirkung einen Langzeitdünger als zweite Düngung verwenden.
Im Herbst solltest du nicht mehr düngen, da die neuen Triebe ansonsten Anfang Winter erfrieren könnten.
Als Vorbereitung zur Überwinterung kannst du die Rosen Ende August mit Patentkali (Magnesium + Kalium) versorgen. Patentkali fördert die Holzbildung, so können die Rosen besser überwintern.
Neu gepflanzten Rosen (Containerpflanzen) brauchst du im ersten Jahr der Pflanzung keinen Rosendünger geben. So bildet die Pflanze kräftige Wurzeln.

Wie bringst du den Rosendünger aus?

Den Rosendünger in Granulatform und organischen Dünger, wie Kompost, solltest du leicht unter die Erde einarbeiten. Nach dem Düngen gut wässern. So gelangen die Nährstoffe gleich dorthin, wo sie hingehören – nämlich zu den Wurzeln.

Der ideale Boden  für das Rosenwachstum

Für die Entwicklung der Rosen ist ein passender Säuregrad im Boden wichtig. Der ideale pH-Wert liegt zwischen 6,5 und 7,5.

Färben sich die Blätter der Rosen gelblich, kann ein Eisenmangel (Chlorose) dahinter stecken. PH-Wert des Bodens liegt jetzt ab 7,5 und sollte mehr in die saure Richtung bewegt werden. Dies erreichst du durch Beimengung von Torf oder eines sauren Düngers. Mit Hilfe eines speziellen Eisendüngers bekommen die Blätter wieder ihre grüne Laubfarbe.

Ganzjährige Rosenpflege

  • Im Frühjahr solltest du die Rosen zurückschneiden. So wird die Pflanze zu baldigem Austrieb und üppigem Blühen angeregt.
  • Pilzkrankheiten (z.B. Mehltau) sind häufigsten Probleme bei Rosen . Achte darauf, nur die Erde um die Rose zu gießen, da nasse Blätter Pilzkrankheiten fördern.
  • Abgefallene Blätter und verblühte Pflanzenteile solltest du ausschneiden beziehungsweise aus dem Beet entfernen. So kannst du Rosenkrankheiten vorbeugen.
  • Im Winter solltest du die Rosen vor Frostschäden schützen, indem du sie mit lockerer Erde anhäufelst. Die Rose mit einem Haufen Erde von ungefähr 15 cm Höhe bedecken.

Natürliche Hausmittel als Pflanzendünger und Rosendünger

Du kannst viele nützliche Abfälle aus dem Haushalt, die sich gut als Biodünger eignen für das organische Düngen verwenden.

1. Flüssigdünger aus Gemüsewasser

Beim Kochen gibt Gemüse viele Nähstoffe und Mineralstoffe in das Kochwasser ab. Kartoffelwasser ist deshalb eines der ältesten Hausmittel von der Oma. Du kannst aber auch alle anderen Arten von Kochwasser vom Gemüse verwenden, wie z.B. Blumenkohlwasser, Broccoliwasser, Kohlwasser oder Spargelwasser.

2. Kaffeesatz als Blumendünger

Pflanzen können mit wenig Aufwand und ohne viel Kosten mit Kaffeesatz gedüngt werden, da der alte Kaffeesatz viel Stickstoff, Kalium und Phosphor enthält. Falls du deine Pflanzen regelmäßig mit dem alten Kaffeesatz düngst, wird einem Stickstoffmangel vorgebeugt. Das Pflanzenwachstum wird generell gefördert und die Verfärbungen der Blätter vorgebeugt. Phosphor regt den Stoffwechsel der Pflanze an und führt zu einer gesteigerten Blütenbildung. Ein besonderer Nährstoff für alte Pflanzen ist das Kalium, damit diese wieder frisch wachsen können und alte Blätter nicht absterben.

Alter Kaffeesatz lockt im Garten kleine Tiere und Regenwürmer an. Diese lockern den Boden auf und reichen den Pflanzenboden zusätzlich mit Nährstoffen durch ihre Ausscheidungen an. Das macht den Kaffeesatz zu einem günstigen und sehr beliebten Pflanzendünger.

Kaffeesatz vertreibt auch die Schnecken im Garten. Im Kompost wird  Zersetzungsvorgang der Lebensmittel gefördert und die Bakterienbildung angeregt.

Tipp: Lasse den alten Kaffee erst trocknen, bevor du damit deine Zimmer- oder Balkonpflanzen düngst. Denn das verhindert, dass sich Schimmel bildet.

3. Pferdemist und Pferdedung

Pferdemist oder Kuhmist sind organische Dünger und sind reichlich mit Nähstoffen und Mineralstoffen ausgestattet (Stickstoff,Magnesium, Phosphat und Kalium). Für die Verwendung in der Wohnung leider durch den Gestank nicht wirklich geeignet. Organische Dünger wie Pferdemist, Rindermist, Kuhmist oder Schafdünger sind gut für stark wachsende Pflanzen und als Vorbereitung von Frühbeeten dienen sie als natürlicher Dünger sehr gut.  Für die Pflanzung von Rosen sind sie auch gut geeignet. Pferdemist macht schlechte Lehmböden lockerer und beugt außerdem eine Austrocknung des Bodens vor, da es eine hohe Wasserbindekraft hat. Den Mist in die Erde gut einarbeiten und dann reichlich mit Wasser giessen.

Vorsicht ist geboten bei  Mist und Kot von anderen Tierarten. Die Ausscheidungen von Geflügel haben einen zu hohen Stickstoffgehalt. Deshalb kann es bei zu viel Düngung mit Fäkalien zu einer Überversorgung mit Mineral- und Nährstoffen kommen. Es können sich Verbrennungen an den Pflanzenblättern bilden. Der Mist von Ziegen, Schafen, Kaninchen, Hunden, Katzen und Schweinen sollte auch sehr vorsichtig angewendet werden.

4. Mineralwasser

Du kannst dein abgestandenes Mineralwasser als Mineraldünger für die Pflanzen verwenden. Die Mineralstoffe im Mineralwasser sind lebensnotwendig für Lebewesen und Pflanzen. Es ist nur als Lieferant für Mineralstoffe geeignet, nicht aber als Nährstofflieferant.

5. Bier 

Reste von einem Bier kannst du ohne Bedenken dem Gießwasser zumischen, weil Hopfen und Malz natürliche Nährstoffe enthalten. Du kannst alte Bierreste in Maßen auf die Pflanzen im Haushalt verteilen, aber maximal zwei mal pro Woche mit solchem Bierwasser gießen.

6. Kokosschalen

Kleingehäckselte Kokosschalen eignen sich besonders gut als Pflanzendünger und die kannst du auch im Blumenfachmarkt kaufen.

7. Bananenschalen

Bananenschalen geben viel Humusmasse beim Verrotten und fördern speziell die Blühfreudigkeit von Rosen. Die Bananenschale solltest du in kleine Stücke schneiden und einfach unter das Erdreich oder in die Blumenerde beim Umtopfen mischen. Je kleiner die Bananenstücke werden, desto leichter kannst du sie in der Erde vermischen.

8. Teebeutel und Teesatz

Im Teesatz sind ähnliche Inhaltsstoffe wie im Kaffeesatz enthalten, allerdings in abgeschwächter Form. Besonders schwarzer und grüner Tee haben sich gut als Pflanzendünger bewährt. Lass den Teesatz ausreichend trocknen oder hänge gebrauchte Teebeutel für einige Stunden in das Gießwasser.

9. Organischer Dünger aus Algen

Algen sind auch ein sehr guter Düngerlieferant. Es gibt spezielle Bio-Algendünger.

Durch seinen hohen Anteil an Kalium, Stickstoff, Phosphor und Spurenelementen wie Magnesium ist Algendünger ein sehr guter organischer Dünger für den Biogarten, der auch auch einen guten Anteil an Kalk enthält.

10. Holzasche

Holzasche ist reich an dem Mineralstoff Kali und bei vielen Gärtnern als Düngemittel beliebt.  Als Dünger für den Garten ist er allein schon aufgrund des hohen pH-Werts nicht wirklich optimal. Er liegt im stark basischen Bereich. Die Aschedüngung hat wegen des hohen Calcium-Gehalts, der zudem in seiner aggressivsten Form als Brandkalk vorliegt, die Wirkung einer Kalkung des Gartenbodens. Da solltest du gut aufpassen, da der stark alkalische Brandkalk  Blattverbrennungen verursachen kann und auf leichten Sandböden auch das Bodenleben schädigen kann. Wenn du deine Holzasche trotz der oben genannten Nachteile nicht in der Restmülltonne entsorgen willst, sondern lieber im Garten ausbringen magst, solltest du unbedingt Folgendes beachten:

Verwende bitte ausschließlich Asche von unbehandeltem Holz. Farbreste, Furniere oder Lasuren können Giftstoffe enthalten, die sich beim Verbrennen in gefährliche toxische Substanzen umwandeln.

Es ist gut zu wissen, wo dein Brennholz herkommt. Stammt es aus einer Region mit hoher Luftverschmutzung solltest du es nicht zum Rosen Düngen verwenden.

Dünge bitte nur Zierpflanzen mit Holzasche. So kannst du sicherstellen, dass eventuell vorhandene Schwermetalle nicht über das geerntete Gemüse in die Nahrungskette gelangen. Einige Pflanzen, wie zum Beispiel Rhododendron, vertragen den hohen Kalkgehalt der Holzasche gar nicht.

Am besten geeignet zur Asche-Entsorgung ist der Rasen. Lehmige oder tonige Böden können Holzasche ebenfalls gut vertragen.

11. Eierschalen

Der beste Kalklieferant für deine Pflanzen sind die Eierschalen, besonders wenn du mit Regenwasser gießen tust. Leitungswasser enthält oft hohen Kalkanteil , da solltest du die Eierschalen für das Düngen eher vermeiden und sehr vorsichtig verwenden. Einige Pflanzen vertragen keinen Kalk im Gießwasser oder im Substrat.

12. Fußnägel, Fingernägel und alte Haare

Du kannst die eigenen Fußnägel oder Fingernägel als Ersatz für Hornspänen und Dünger verwenden. Auch abgeschnittene Haare enthalten viele Nähstoffe und Mineralstoffe für Pflanzen. Du kannst die Haare sammeln, klein schneiden und dann in Blumenerde untermischen.

13. Flüssigdünger aus Kompost

Du kannst aus Kompost und Humus eigenen Flüssigdünger herstellen. Fülle 500g Komposterde in einen 4 Liter grossen Kübel und gieße es mit Wasser auf. Lass das Gemisch für 2 Tage idealerweise in der Sonne ziehen. Danach kannst du mit dem Sud des Kompostwassers die Pflanzen gießen.

Achtung: Beim Düngen mit Hausmitteln kommt es auf die richtige Dosis an. Es sollte unbedingt vermieden werden, dass es nicht zu einer Überdosierung kommt. Daher solltest du die empfohlenen Hausmittel immer wieder abwechseln.

Küchenabfälle solltest du im Blumenbeet nicht entsorgen, da der Zersetzungsvorgang der organischen Lebensmittel einige Wochen dauert, wobei auch schädliche Prozesse durch erhöhte Temperaturen von bis zu 60 Grad auftreten und somit auch die Wurzeln der Pflanzen geschädigt werden.Lebensmittel und Küchenreste solltest du auf einem Kompost sammeln und entsorgen.

Fazit: Die Natur bietet viele Möglichkeiten

Deine Rosen brauchen Nährstoffe. Es muss nicht immer die Chemiekäule sein, denn die Natur bietet mehr als genug Möglichkeiten.

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